Als erste Meilensteine des neuen Masterplans ersetzen die beiden zweigeschossigen Neubauten veraltete Strukturen des Seelandheims. Sie bieten moderne Kapazitäten für 48 Bewohnerinnen und Bewohner im AHV-Bereich sowie 56 Plätze in der spezialisierten Demenzbetreuung. Unser Anspruch war ein Ort, der Sicherheit, Selbstständigkeit und Würde im Pflegealltag spürbar macht.
Mit ihrer flachen, zweigeschossigen Form gliedern sich die Baukörper unaufdringlich in die flache Topografie des Seelandes ein. Prägendes Element ist die graue Holzfassade mit einem feinen Lisenen-Raster. Das in Workshops entwickelte Material- und Farbkonzept dient als visuelle Klammer für das gesamte Areal. Im Inneren nehmen Echtholzelemente Bezug auf das nahe Grosse Moos.
Umlaufende Gänge und begrünte Innenhöfe schaffen lichtdurchflutete Räume und erleichtern die Orientierung. Neben grosszügigen Aufenthalts- und Speiseräumen gehört ein rund 2’500 m² grosser, geschützter Demenzgarten zum Gesamtkonzept. Mit klaren Rundwegen, Handläufen und ungiftiger Bepflanzung ermöglicht er sichere Bewegung an der frischen Luft, ergänzt durch einen geschützten Balkon im Obergeschoss und schwellenlose Übergänge im Gebäude.
Beide Bauten wurden als nachhaltiger Hybridbau ausgeführt: Tragwerk und Statik bestehen aus Beton und Stahl, die Gebäudehülle aus vorgefertigten Holzelementen. Wegen des hohen Grundwasserspiegels wurde auf eine Unterkellerung verzichtet. Die Realisierung erfolgte im laufenden Betrieb über eine präzise etappierte Umzugsrochade.